Beschäftigung für zwischendurch
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Beschäftigung Hund

Beschäftigung für zwischendurch: Weshalb Spiele gut für dich und deinen Hund sind

online veröffentlicht: 08.06.2016 Seite an Seite - Leben und Lernen mit Hund, Hundeschule in Wien, (c) Lara-Maria Nestyak

 

Kong und andere Futterspielzeuge, Schnüffelteppiche, Intelligenzspiele, Überraschungsboxen, Wohnzimmer Mobility und alle anderen kleinen Beschäftigungsmöglichkeiten sind mehr als „nur ein netter Zeitvertreib“!

 

All das, was du gemeinsam mit deinem Hund machst, hat nicht nur Auswirkungen auf eure Beziehung, sondern auch darauf, wie dein Hund die Welt rund um sich wahrnimmt!

 

Die Spiele kannst du gut mit deinem Hund gemeinsam machen, aber auch, wenn du deinen Hund selbstständig Denksportaufgaben lösen lassen: Du hast es vorbereitet, es riecht also ganz stark nach dir :)

 

 

 

Die Stärken stärken...

 

…statt den ganzen Fokus auf die Schwächen des Hundes (hat Angst vor LKW’s, bellt Radfahrer an usw.) zu legen. Kleine Beschäftigungsmöglichkeiten zu Hause und im Garten können natürlich kein Verhaltenstraining ersetzen – aber: Sie haben großes Potential dir und deinem Hund gut zu tun!

 

Losgelöst von euren konkreten Problemen, kann dein Hund lernen, dass er Dinge schaffen kann! Und du machst die Erfahrung, dass Dinge funktionieren! Warum das, gerade anfangs, meist besser funktioniert? Ganz einfach: Wir Menschen machen uns meist den starken Druck alle Probleme des Hundes ganz schnell gelöst zu haben – bitte an dieser Stelle nicht falsch verstehen, ich bin ein großer Fan von effizientem Hundetraining. Aber: Dein Hund spürt deinen Stress und häufig neigt man dann auch dazu, vom Hund doch mehr zu verlangen als er kann – im schlechtesten Fall wird er dadurch z.B. erst recht wieder in seinem Gefühl bestätigt, LKW’s seien super gefährlich.

Im Gegensatz dazu ein Spiel: Wen kümmert es schon, ob sein Hund nun der Meister Kong Knacker ist oder nicht? :) Und selbst bei den Intelligenzspielen fällt es leichter, seinen eigenen Ehrgeiz hinten an zu stellen und im Tempo des Hundes voranzugehen. Bei manchen Hunden ist das eben etwas langsamer!

 

 

Kein Platz für übermäßigen Ehrgeiz

Lege die Spiele und Übungen so an, dass dein Hund sie schaffen kann UND sich dabei wohl fühlt! Für manche Hunde dürfen die Aufgaben kniffliger sein, für andere in unseren (!) Augen ganz einfach: sich einer Plastikplane beim Wohnzimmer Mobility auch nur anzunähern (von ankommen oder gar drüber gehen noch gar keine Rede), ist für manche Hunde wirklich eine Leistung! Erkenne das an und freue dich für euch!

 

Ziel ist, dass dein Hund sich bei der gesamten Beschäftigung wohl fühlt – nur so kann er das positive Gefühl „Dinge auszuprobieren fühlt sich gut an, es macht Spaß und ich kann es schaffen“ für den Alltag mitnehmen!

 

 

Aus dem Nähkästchen geplaudert

Früher war es nicht so eine gute Idee einen Teller mal eben bei uns auf den Couchtisch, einen Sessel oder einer ähnlichen Höhe abzustellen – fand Mathilda es schmackhaft, war es weg :) Mathilda hat 2,5kg. Soki, der deutlich größer ist, hat hingegen nichts genommen. Auch kein Stück Fleisch. Er hatte einfach Angst. Von seiner Körpergröße wäre es ein leichtes gewesen, etwas von einem Sessel zu nehmen, einmal den Kopf ausgestreckt und fertig. Aber er konnte nicht. Wer das Video genau ansieht, kann an Sokis Körpersprache beim Futter aus dem Regal nehmen deutlich erkennen, dass er sich beim unteren Brett viel wohler fühlt als bei dem auf Augenhöhe. Soki löst daher viel einfachere Aufgaben als Mathilda, er hat gleich große Kongs und einfachere Überraschungspakete :)

 

 

weiterführende Informationen:

Viele Tipps und Anregungen für Beschäftigung mit deinem Hund findest du unter: www.spass-mit-hund.de

 

 

Noch Fragen? Dann schreibe mir ein E-Mail oder auf Facebook - gerne direkt auf die Hundeschulen-Seite, damit alle von den Infos profitieren. Ich freue mich!

 

 

 

 

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