Der Hund im Bett und am Sofa
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Mythos # 1

Der Hund im Bett und am Sofa

online veröffentlicht: 13.07.2016 Seite an Seite - Leben und Lernen mit Hund, Hundeschule in Wien, (c) Lara-Maria Nestyak

 

Der vermeintlich dominante Hund, der Bett und Sofa belagert ist immer noch ein häufig angetroffenes Schreckgespenst – und das, obwohl viele Menschen ihre Hunde gern kuschelnd bei sich hätten.

 

 

Qualitätszeit ohne weiteren Zeitaufwand

Wenn du und dein Hund es gerne mögt, dass er auch im Bett liegt, dann lass ihn ruhig – das sind dann jede Nacht rund acht Stunden „Bindungsarbeit“, die dir keine Sekunde mehr Zeit kosten!

 

Wichtig: Kontaktliegen ist nicht unbedingt eine Einladung zum Streicheln! Viele Hunde legen sich gerne an ihre Menschen, möchten dann aber nicht weiter angefasst werden. Tut man das trotzdem, hat man wahrscheinlich schnell einen Hund, der nicht mehr zum Kontaktliegen kommen wird.

 

 

Problemen vorbeugen

Um erst gar nicht in eine unangenehme Situation mit dem eigenen Hund zu kommen, sollte es doch einmal zu eng im Bett/ am Sofa werden, kannst du ihm zwei Dinge beibringen:

  1. Einladung aufs Sofa/ ins Bett abwarten: Dein Hund kann lernen nur auf Signal (Erlaubnis) hochzuspringen. Für viele Hunde ist dieses Signal die Decke am Sofa.
  2. Signal fürs wieder hinuntergehen: Um ein Herumgeschiebe und -gezerre (potentiell körperlich bedrängend, Abwehrreaktion des Hundes möglich) zu vermeiden, kannst du ihm ein Signal beibringen, auf das hin er aus dem Bett oder vom Sofa hüpft.

Tipp: Kann dein Hund das noch nicht, locke ihn einfach mit einem Leckerchen oder etwas Anderem, das er gerne mag, herunter.

 

 

Übrigens: Dein Hund kann auch lernen, dass er z.B. zu Hause immer ins Bett und aufs Sofa darf und in anderer Umgebung (Urlaub, bei Freunden) gar nicht oder nur auf Einladung!

 

Tipp: Achte darauf, dass dein Hund auch ohne direkten Körperkontakt einschlafen und entspannen kann – bei einem „normalen“ Tagesplan sollte das aber kein Problem sein.

 

 

Wann du Bett und Sofa besser nicht mit deinem Hund teilst

Wenn dein Hund ein Problem mit der Ressource Bett/ Sofa hat

Sieht dein Hund das Bett oder Sofa als zu verteidigenswerte Ressource, dann ist es besser, er bekommt sie zumindest vorrübergehend nicht. Das kann bedeuten, dass du eine Zeit lang Management betreiben musst, damit dein Hund erst gar nicht hochspringen kann – in so einem Fall solltest du jedenfalls das Runter-Signal trainieren, falls er es doch einmal schafft.

 

Tipp: Hol dir einen Einzeltermin bei einem gewaltfreien Hundetrainer bzw. einer Hundetrainerin, für einen Maßnahmenplan, um das Problem nicht weiter zu verschlimmern.

 

Wenn du das nicht magst

Dein Hund muss nicht unbedingt mit ins Bett oder aufs Sofa, um glücklich zu sein – auch wenn manche Hunde diese Zeit wirklich sehr genießen und nur allzu gerne kuscheln kommen würden. Vergiss dann aber nicht, dass du dir täglich Zeit für ihn nimmst und auch mit ihm kuschelst – dann eben z.B. am Boden :)

 

Wenn dein Hund das nicht mag

Auch das gibt es! Meine Mathilda ist eine recht überzeugte neben-dem-Bett-oder-in-einem-anderen-Zimmer-Schläferin, nur ab und zu leistet sie uns Gesellschaft. Aufs Sofa kommt sie schon eher.

 

PS: Unsere Qualitätszeit haben wir dann immer morgens, Mathilda ist es sehr wichtig in der Früh für ein paar Minuten Guten Morgen zu sagen :)

 

 

Überlegung für HundehalterInnen mit Kind

Hunde, vor allem in Haushalten mit Kind und Hund, sollten einen Rückzugsort haben – ein Ort, an dem sie sich zu jeder Zeit absolut sicher fühlen können. Im Gegenzug sollte aber auch ein Kind einen Ort bekommen, an dem es sich vor dem Hund zurückziehen kann – das kann in den Wohnräumlichkeiten z.B. das Sofa sein. In diesem Fall empfiehlt es sich dann jedenfalls ein Einlade-Signal zu trainieren.

 

 

 

 

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