Kleinsthunde

Was braucht der Kleinsthund zum Glücklich sein?

 

Kleinsthunde sind „in“, gelten sie doch als unkompliziert, leicht erziehbar und natürlich als ganz besonders niedlich.

 

Größter Beliebtheit erfreuen sich Chihuahua, Malteser und Yorkshire Terrier, aber auch Dackel oder Jack Russel Terrier. Zwischen den Rassen und Zuchtlinien kann es natürlich zu erheblichen Unterschieden im Verhalten und bei gewissen Bedürfnissen kommen, aber allgemein gilt:

 

Der Kleinsthund ist in erster Linie ein Hund – und als dieser hat er ganz „gewöhnliche“ Hundebedürfnisse: Ruhen, spielen, Sozialkontakt mit Mensch und Hund, ein liebevolles zu Hause. Genauso wie seine großen Verwandten möchte er gerne gefördert werden, körperlich und mental. Tägliche Spaziergänge im Grünen und Kopfarbeit, wie Suchspiele, machen zufrieden und müde

 

Oftmals unterschätzt: Auch ein Kleinsthund darf eine gewisse Erziehung genießen. Mit Spaß im Training sind Kleinsthunde begeistert dabei und lieben es mit ihren Haltern zusammenzuarbeiten. Auch anspruchsvollere Aufgaben, wie Mantrailing, sind bei richtiger Durchführung eine hervorragende gemeinsame Beschäftigungsmöglichkeit.

 

Wichtig beim Kleinsthund: Besondere Achtsamkeit bei der Kommandogebung! Bspw. ein „Sitz“ auf kaltem, nassen Untergrund ist für Kleinsthunde oftmals nicht „nur“ unangenehm – was für das Training an sich schon kontraproduktiv und unnötig ist –, sondern kann zu Erkrankungen wie einer Blasenentzündung führen. Als Faustregel gilt hier: Lieber „Steh“ als „Sitz“.

Eine besonderes Signal: Lernen Sie Ihrem Kleinsthund auf Signal selbstständig auf den ihm angebotenen Arm zu klettern! So fühlt sich hochgehoben werden gleich viel sicherer an

 

Bitte geben Sie ihrem (Kleinst-)Hund immer Schutz, wenn er diesen bei Ihnen sucht – das ist ein besonderer Vertrauensbeweis! Gerade im Alltag von Kleinsthunden kann es immer wieder zu Situationen kommen, in denen er Ihre Hilfe braucht. Seien Sie dann für Ihren (Kleinst-)Hund da – das beugt nicht nur Ängsten vor, sondern stärkt auch ihre Beziehung.

Das Kleinsthund Phänomen: Jedermann findet ihn niedlich und möchte ihn streicheln und hochheben – oftmals zum Leidwesen des Kleinsthundes. Hier sind Sie als Halter gefragt das Befinden Ihres Hundes zu erkennen und ihn vor Übergriffen zu schützen. Eine gute Strategie: Lassen Sie Ihren (Kleinst-)Hund selbst entscheiden, ob er auch Kontakt möchte!

 

Ein ganz besonderes Thema: Der Kleinsthund und größere Artgenossen. Leider mussten viele Kleinsthunde lernen größere Hunde zu meiden oder gleich mit Abwehrverhalten wie bellen, knurren oder schnappen zu reagieren. Das muss nicht sein! Schützen Sie Ihren Hund auch vor freundlichen, aber allzu ungestümen Artgenossen – unbedachte Rempler können Ihren Kleinsthund ernsthaft verletzen. Vorsicht und ausgewählte Spielkontakte sind daher Voraussetzung für ein harmonisches Miteinander von Kleinsthunden und größeren Hunden. Aber: Sind sich die Hunde sympathisch und passt der Größere sein (Spiel-)Verhalten an den Kleinen an, dann stehen die Türen für eine wundervolle Hundefreundschaft offen!

 

Manchmal kann es sich schwierig gestalten das richtige Equipment für den Kleinsthund zu finden – vieles ist ihm, ja, einfach zu groß. Hochwertige Brustgeschirre, sogar in Größe XXXS – also auch für die meisten Kleinsthundewelpen passend – finden Sie bei Haqihana. Wird ein gepolstertes Brustgeschirr gesucht, empfiehlt sich für die etwas größeren Kleinsthunde anny•x. Auch die Leine soll leicht sein und einen möglichst kleinen Karabiner haben, z.B. von Biothane in 9mm Breite und 1mm Dicke.

Und nicht zu vergessen: Die meisten Kleinsthunde, gerade die Schoßhundrassen, benötigen bei kälteren Temperaturen einen Mantel oder, gerade bei Schnee, sogar einen Overall. Gut eingepackt lässt es sich trotz kalter Temperaturen angenehm und sicher Herumtollen!

 

Wichtig: Egal wie groß der Hund ist, die Sicherung im Auto muss gegeben sein. Um Sie, andere Insassen und Ihren (Kleinst-)Hund möglichst gut zu schützen, empfiehlt sich eine befestigte Alu Box mit Notausstieg oder ein fest verschraubtes Trenngitter.

 

Wenn Sie einem Kleinsthund ein zu Hause schenken möchten: Gerade bei Kleinsthunden boomt das Geschäft der Vermehrer – bitte unterstützen Sie dies keinesfalls! Diese Hunde leben unter erbärmlichen Bedingungen und viele dieser Tiere sind krank. Neben verantwortungsvollen Züchtern gibt es „Rasse XY in Not“ Seiten – auch viele Kleinsthunde auf der Suche nach einem liebevollen zu Hause!

 

Ihre,

Lara Nestyak

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PS: Haben Sie schon unser Special für Kleinsthunde entdeckt?

 

 

 

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